Kernspintomographie

Was ist das?

Kernspintomographie ist ein bildgebendes Verfahren, das wie andere das Innere des menschlichen Körpers darstellt. Wie in der Computertomografie fertigen wir Schnittbilder des Körpers an – im Gegensatz dazu ohne Röntgenstrahlung. Damit können wir auch schwangere Patientinnen untersuchen. Die Stärke der Kernspintomographie liegt in der Darstellung der Weichteilstrukturen. Das Rückenmark oder der Meniskus des Kniegelenkes wie auch die Bandscheibe können positiv nur in der Kernspintomographie abgebildet werden.?

Wie funktioniert die Kernspintomografie?

Das Prinzip ist schon seit 1946 bekannt, 1952 erhielten Bloch und Purcell den Nobelpreis dafür. Seit 1973 wurde die Kernspintomographie für die Bildgebung und klinische Anwendung am Menschen entwickelt. 2003 erhielten Lauterbur und Mansfield für ihre Leistungen ebenfalls den Nobelpreis. Das Gerät besteht im Wesentlichen aus einem starken supraleitenden Elektromagneten. Die Bilder entstehen aus der Einleitung eines Radiofrequenzsignales in den Körper, ähnlich einem normalen Radiosignal (SWR3). Ausgelesen wird das Bild durch die Überlagerung mit schwachen modulierten Magnetfeldern.?Die Entwicklung erfolgte seit Erfindung rasant. Die Bilder wurden dramatisch besser, die Untersuchungszeiten kürzer und der Komfort für den Patienten erheblich besser.?Vor 15 Jahren lag der Patient in einer zwei Meter langen Röhre mit einem Durchmesser von 55 cm. Unser Gerät der neuesten Generation 2012 misst noch 145 cm mit einem Durchmesser von 70 cm. Das ist der Innenraum eines Computertomografen. Die Bildqualität hat sich enorm gesteigert. Kernspintomografie ist die Standartuntersuchung für Gelenke, Bandscheiben, Gehirn, Nerven, Beckenorgane und immer mehr des Bauchraumes (früher eine Domäne der Computertomographie). Aufgrund der fehlenden Strahlenbelastung können selbst schwangere Patientinnen untersucht werden. Die Blutgefäßdarstellung (Angiographie) wird immer mehr von der Kernspintomografie übernommen.

Was muss der Patient beachten?

Es tut nicht weh, man liegt ca. 15 Minuten auf dem Rücken und lässt sich hinterher vom Arzt die Bilder demonstrieren, die man dann auf CD mitbekommt. Bei Untersuchungen des Fußes oder der Knie bleibt der Kopf draussen, sodass Sie eigentlich Zeitung lesen könnten. In den Kernspintomographen dürfen keine Patienten mit  Metallteilen oder elektronischen Implantaten, da diese in ihrer Funktion gestört werden können oder vom Magnetfeld bewegt werden. Dazu zählen Herzschrittmacher und Defibrillatoren, Cochlea Implantate, alte Granatsplitter und anderes - nicht Zahnimplantate oder Piercings.

Was sind die Geräte?

In Offenburg betreiben wir seit 2002 ein Siemens Magnetom der Stärke 1,5 Tesla. Das Gerät wurde Februar 2013 auf den neuesten technischen Standart aufgerüstet. Damit sind alle Kernspinuntersuchungen auf neuestem Niveau mit höchster Bildqualität durchführbar.

In Kehl wurde erstmalig im Dezember 2012 ein Kernspintomografiegerät installiert. Das Gerät Siemens Aera 1,5 T stellt die neueste Generation der Kerspintomografen dar. Der Magnet ist 145 cm kurz mit einer Öffnung von 70 cm. Der Komfort für den Patienten ist also der gleiche wie im Computertomografen, Platzangst in diesem offenen Gerät dürfte entsprechend selten sein. Dieses Gerät stellt die derzeitige Spitzentechnologie dar und ermöglicht die bestmögliche Bildgebung.


Platzangst??

In den Geräten der modernsten Generation ist Platzangst sehr selten. Trotzdem ist sie möglich, und gegen echte Claustrophobie kann niemand an. Das ist kein Makel. Wir helfen Ihnen.

Je nach Ausprägung dieser Veranlagung können wir reagieren. Zunächst gehen wir auf Sie ein, Sie können Ihre eigene Musik als CD zur Begleitung mitbringen, dann könnten Sie in Abstimmung mit Ihrem Hausarzt eine halbe Stunde vor der Untersuchung eine Tablette eines Sedativums einnehmen. Beachten Sie bitte, dass Sie danach nicht selbst ans Steuer sitzen sollten.

Schließlich können wir Sie in Kooperation mit unserem Anästhesisten Dr. Bahner-Würth für die 15 Minuten schlafen legen – das ist keine Narkose, wie Sie für Operationen erforderlich ist. Natürlich gibt es auch Patienten, die nicht ruhig liegen bleiben können, wie es für die Untersuchung erforderlich ist. (z.B. Kinder, wir sagen unter 5 Jahren generell, aber auch behinderte Patienten) Für diese anästhesiologisch überwachte Untersuchung ist eine spezielle Terminabsprache erforderlich.

Detaillierte Informationen zu den Geräten finden Sie auf der Herstellerseite

Diese Leistung gibt es an folgenden unserer Standorte:

Offenburg Kehl
 
Offenburg

Lange Straße 14
(Eingang Küfergasse)
77652 Offenburg

Tel.: +49 7 81 / 92 56 - 0
Fax: +49 7 81 / 92 56 - 30
Kehl

Kanzmattstraße 2a
(Gesundheitszentrum)
77694 Kehl / Strasbourg

Tel.: +49 78 51 / 74 03 - 0
Fax: +49 78 51 / 74 03 - 33
Oberkirch

Am Marktplatz 8
(Gesundheitszentrum)
77704 Oberkirch

Tel.: +49 78 02 / 91 79 - 5 00
Fax: +49 78 02 / 91 79 - 5 10